11.06

Regen auf dem Brautkleid bringt Glück

Anfang Mai war es nicht besonders sommerlich. Wir hatten für die Hochzeit von Nina und Paul tagelang den Himmel intensiv beobachtet, besprochen und betanzt, aber leider lies sich das Wetter am Samstag den 10.05.2014 nicht bewegen trocken zu bleiben. Normalerweise lasse ich mich nicht vom Regen aufhalten, aber bei Sturzbächen solchen Ausmaßes, war es uns doch ganz Recht, dass wir uns an dem Tag spontan umentschieden und ein kleines Fotoshooting bei dem Brautpaar zu Hause machten. Sie beschlossen auch sich nicht vom Wetter die Laune verderben zu lassen und fassten ein After-Wedding-Fotoshooting ins Auge.

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Der Tag nahm seinen Lauf und er war gespickt von wunderschönen Momenten. Als wir bei der Braut Nina in der Wohnung ankamen für die Detail und Ankleidefotos, war es, als ob wir zu einer Freundin kommen, denn ich kannte die beiden mittlerweile schon gut und hatte sie nach unserem ersten Treffen und dem Engagementfotoshooting letzten Dezember in mein Herz geschlossen. Paul war noch nicht vor Ort und ich freute mich darauf ihn nachher als Bräutigam zu sehen.
Nina und Paul sahen sich dann das erste Mal in ihrem Wohnzimmer und es war mucksmäuschenstill um sie herum. Dieser Moment war bewegend und einmalig schön. Die beiden konnten alles um sich herum vergessen. Das ist eine wunderbare Gabe, die man als Paar haben kann. Die Minuten verstrichen und bald mussten wir schon los zur Kirche.
 Die beiden hatten beschlossen die Kirche zusammen zu betreten und kamen stilgerecht mit einem alten Citroen DS gefahren vom Hochzeitschaffeur Tim Sonnenschein vor der Kirche St. Maria Magdalena in Bochum-Wattenscheid an. Während der Trauung gab es viele schöne Momente und ich mir stockte sogar fast der Atem als Paul kurz vor seinem Eheversprechen die Luft anhielt und keinen Ton rausbrach. Er lächelte seine Nina an und hielt ihre Hand, während er nach Worten rang. Das Versprechen der beiden war sehr leise und emotional, so leise, dass vermutlich nur der Pfarrer und ich die Worte hören konnten. Ich habe sie nachher gefragt, ob das Absicht war und die beiden sagten mir, dass die Worte lauter gesprochen nicht die gleiche emotionale Stärke haben, wie in dieser etwas leiseren Lautstärke und Recht haben sie! Es sind eben nicht immer die lauten Worte… Diesen Moment werde ich sicher nicht vergessen. Nach der kirchlichen Zeremonie traten die beiden vor die Kirche und der Platz davor war gefüllt mit Menschen, die den beiden gratulieren wollten. Es war eine riesige Überraschung, vor allem für Nina und in den kommenden 20 Minuten gönnte das Wetter den beiden sogar eine kleine Regenpause, bevor es wieder anfing zu schütten. Nina sagte dann irgendwann, als sie pitschnass war, weil sie vor lauter Freude auf den Regenschirm gepfiffen hatten: „Die Frisur ist mir jetzt auch egal!“ und lachte darüber, dass die Situation einfach so witzig war.


Nun durfte gefeiert werden! Dazu fuhr die gesamte Hochzeitsgesellschaft in das kleine aber schöne Lokal Pablo und wurde dort mit Sekt und Eis begrüßt. Ich durfte dann den weiteren Verlauf des Abends dokumentieren, es lag viel Liebe und Freude in der Luft und die Hochzeitsgesellschaft war sehr herzlich und wir fühlten uns direkt gut aufgehoben. Als wir dann zu später Stunde unsere Sachen packten, wäre ich gerne noch weiter dort geblieben, aber die Rückfahrt nach Köln war dann doch etwas lang.
 Zu Hause angekommen, konnte ich natürlich, wie fast jedes Mal nach einer Hochzeit erstmal nicht schlafen und sicherte schon mal die Daten, denn meine Gedanken hingen nach der Hochzeit natürlich noch bei dem Brautpaar und dem tollen Tag, irgendwann holte mich die Müdigkeit dann aber doch ein ;)...

Nina und Paul: Vielen Dank noch mal, dass wir Teil eures besonderen Tages sein durften! Ich freue mich schon, wenn wir uns wieder sehen! Danke auch, dass ich die Bilder hier zeigen darf, ihr hattet wirklich eine besondere und einmalig tolle Hochzeit!